Hundeosteopathie


Auch bei der Hundeosteopathie handelt es sich um ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Es wird nicht nur ein einzelnes Symptom behandelt, sondern der Körper als Einheit.

Pferdeosteopathie & Hundeosteopathie Kim Gartmann: Hundeosteopathie

Wozu eine hundeosteopathische Behandlung?
Die Hundeosteopathie hat sich besonders bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates bewährt, aber auch bei chronischen Krankheiten und vor allem bei der Vorbeugung von akuten Erkrankungen.

Sie hilft im Einzelnen bei/nach/zur:
– Rückensteifheit und -schmerzen
– Bewegungsunlust
– Problemen beim Treppensteigen oder beim Sprung ins Auto
– Apathie
– Problemen beim Aufstehen oder Hinlegen
– Leistungstief
– Hüftdysplasien (HD) und Ellbogendysplasien (ED)
– Bewegungsveränderungen wie z.B. Passgang oder Zehenschleifen
– Behandlung von Vermeidungshaltungen und Folgebeschwerden nach Operationen oder Lahmheit
– unklaren Lahmheiten (nach tiermedizinischer Abklärung!)
– neurologischen Störungen
– Fruchtbarkeitsproblemen
– Unterstützung bei Problemen wie Harnträufeln, Analbeutelentzündungen, Ohrenentzündungen und Leckekzemen (Auch die Blutgefäße und Nerven, welche diese Organe versorgen, kommen von der Wirbelsäule und verlaufen eingebettet in Bindegewebe zwischen Knochen und Muskeln. Dadurch kann es bei Wirbelsäulenproblemen und Fehlspannungen der entsprechenden Muskeln und Faszien auch zu Problemen der inneren Organe kommen.)

Zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden dürfen auch seelische Probleme, wie z.B. Stress, nicht außer Acht gelassen werden. Denn auch Stress kann sich negativ auf die körperliche Ebene auswirken. In einer Studie des schwedischen Hundepsychologen Anders Hallgren wurden verhaltensauffällige Hunde ostepathisch untersucht. Häufig wurden hier Blockaden an der Wirbelsäule entdeckt. Eine Erklärung hierfür ist z.B., dass der ständig vorhandene Schmerz zu einer erhöhten Reizbarkeit und auch zu Aggressivität führt.

Pferdeosteopathie & Hundeosteopathie Kim Gartmann: Hundeosteopathie

Aktivierung der Selbstheilungskräfte
Bei der Hundeosteopathie werden allein die Hände eingesetzt, um Bewegungseinschränkungen zu lösen und Fehlspannungen zu normalisieren. Der Hund wird dahingehend unterstützt, dass seine körperliche Beweglichkeit verbessert, Spannungszustände gemildert und Funktionen wie z.B. die Durchblutung normalisiert werden. So können z.B. Gelenk- und Muskelschmerzen gelindert werden. Durch die Schmerzreduktion, aber auch durch einen ausgleichenden Einfluss auf das vegetative Nervensystem wird der Stresslevel des Hundes reduziert. Da Stress sich beispielsweise negativ auf das Immunsystem auswirkt, kann eine osteopathische Behandlung so auch dazu beitragen, dass der Körper selbst wieder besser in der Lage ist, auf äußere Einflüsse zu reagieren und Erkrankungen abzuwehren. Der Osteopath bzw. die Osteopathin unterstützt durch seine/ihre Behandlung also die Selbstheilungskräfte des Hundes.

Wie sieht eine hundeosteopathische Behandlung aus?
Sie sollten beachten, dass Ihr Hund vor der Behandlung eine mindestens dreistündige Nahrungskarenz eingehalten hat. Optimalerweise findet die Behandlung in ruhiger und vertrauter Umgebung statt.

Ablauf der Behandlung:
– Anamnese
– Begutachtung in Ruhe und in der Fortbewegung
– manuelle Untersuchung aller Gelenke nebst Haut, Muskulatur, Sehnen, Faszien und der zugänglichen Organe
– Behandlung der aufgefundenen Bewegungseinschränkungen mit einer zum Tier passenden osteopathischen und physiotherapeutischen Technik
– individuelles Hausaufgabenprogramm

Nach der Behandlung sollte der Hund ausreichend Gelegenheit erhalten, sich eine Weile lang frei zu bewegen. Zwei Tage lang nach der Behandlung sollte Ihr Hund nicht auf Turnieren starten und auch keinen starken körperlichen Trainingsbelastungen ausgesetzt werden, da sein Körper Zeit benötigt, um sich auf das veränderte Bewegungsgefühl einzustellen.

Pferdeosteopathie & Hundeosteopathie Kim Gartmann: HundeosteopathieIch empfehle, die Hunde ein- bis zweimal jährlich osteopathisch behandeln zu lassen, denn Gesundheit ist eine Art Gleichgewicht, das der Körper bestrebt ist zu halten.

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